Implantologie: Was ist ein Implantat?

Die Implantologie befasst sich mit dem Einsatz von Zahnimplantaten. Zahnimplantate werden in den Knochen des Ober- oder Unterkiefers eingesetzt. Dabei übernimmt das Implantat die Funktion einer Zahnwurzel. Das Implantat wird dabei entweder in den Kieferknochen eingedreht (schraubenförmiges Implantat) oder eingesteckt. Anschließend muss es 3 bis 6 Monaten in den Kiefer einwachsen. Dabei wird das Implantat zu einer stabilen, sehr belastbaren künstlichen Wurzel. Auf diese kann dann beispielsweise eine Krone aufgesetzt werden, um einen fehlenden Zahn zu ersetzten.

Welche Arten von Implantaten gibt es?

Schraubenimplantate:
Schraubenimplantate werden mittels eines Gewindes in den Kieferknochen geschraubt. Sie sind innen hohl und nehmen so das Abutment auf. Das Abutment ist das Verbindungsstück zwischen Implantat und der Implantatkrone.

Blattimplantate:
Im Gegensatz zu Schraubenimplantaten, die zylinderförmig sind, gibt es flache Implantate, die entlang des Kieferknochens verlaufen. Hierbei wird das Implantat in einen Schlitz von bis zu 14 mm Länge eingesetzt.

Diskimplantate:
Diskimplantate werden in der harten Außenwand des Knochens, seitlich in den Kiefer eingesetzt. Sie eigenen sich speziell bei geringer Knochenhöhe oder einem stärkeren Kieferabbau.

Subpersiostale Implantate:
Diese sind eher großflächig beschaffen und liegen direkt auf dem Knochen auf. Sie werden immer dann eingesetzt, wenn der Knochen zu schmal oder zu flach für Schraubimplantate ist.

Leider kommt es hier oft zu großflächigen Entzündungen, daher werden diese Implantate in Deutschland nur sehr selten eingesetzt.


Lassen Sie sich von einem Implantologen Ihrer Wahl über alle Möglichkeiten informieren, sodass das für Sie optimale Ergebnis erzielt werden kann.

Kosten für Zahnimplantate

Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für ein Zahnimplantat nicht. Diese müssen Sie selber tragen. Bezuschusst wird jedoch der Zahnersatz auf dem Implantat. Wie hoch der Zuschuss bei Ihrer Krankenkasse, bzw. in Ihrem konkreten Fall ist, können Sie bei Ihrer Krankenversicherung erfragen. Sollten Sie über eine Zahnzusatzversicherung verfügen, so erhalten Sie über diese für gewöhnlich einen Anteil der Implantatkosten zurückerstattet. Deshalb kann es sich lohnen, rechtzeitig über den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung nachzudenken.